Ein gefundenes Tier löst oft zwei Impulse gleichzeitig aus: helfen und nichts falsch machen. Beides ist richtig. Wichtig ist nur, dass du erst sicherst, dann meldest und dich nicht vorschnell festlegst.
Zuerst: Eigene Sicherheit und Schutz des Tieres
Geh nicht davon aus, dass ein freundliches Tier in Stress ruhig bleibt. Schmerzen, Angst oder Verkehr können die Situation schnell kippen.
- nur annähern, wenn es sicher möglich ist
- Abstand halten, wenn das Tier panisch oder verletzt wirkt
- Verkehr absichern, wenn das Tier an einer Straße sitzt
- andere Personen kurz um Hilfe bitten, statt allein zu improvisieren
Wenn das Tier ein Halsband trägt oder eine Marke sichtbar ist, kannst du versuchen, Hinweise auf den Halter zu erkennen. Versuch aber nicht, das Tier um jeden Preis anzufassen, wenn die Situation unsicher ist.
Wer ist die richtige Stelle für die Meldung?
In der Praxis sind meist Ordnungsamt, Polizei oder Tierheim die ersten Ansprechpartner. Welche Stelle zuständig ist, hängt oft von Uhrzeit, Gemeinde und Fundort ab.
Tagsüber
Oft ist das Ordnungsamt oder das von der Gemeinde beauftragte Tierheim der richtige Weg.
Abends, nachts oder am Wochenende
Dann läuft die erste Meldung häufig über die Polizei oder direkt über das zuständige Tierheim.
Wenn das Tier verletzt ist
Dann ist eine Tierarztpraxis oder Tierklinik wichtig. Sag dort direkt dazu, dass es sich um ein Fundtier handelt.


